Frequently Asked Questions - LTAP
- Worauf basiert die Bewertung des LTAP?
- Haben die Gesellschafter dem LTAP zugestimmt?
- Sind die Lebensversicherungs-Policen, die BAC aufgekauft hat, überhaupt noch werthaltig?
- Die Life Trust Fonds haben doch 175 Mio USD in den LTAP eingezahlt. Was ist mit dem Geld geschehen?
- Wie haben sich in diesem Jahr die Fälligkeiten entwickelt?
- Wurden die Policen überteuert eingekauft?
- Wozu wurde eine Kreditlinie aufgenommen?
- Ich habe in einen Fonds investiert. Jetzt heißt es, ich habe eine Beteiligung an einem Unternehmen namens LTAP erworben. Erklären Sie das.
Grundlage der Bewertung des LTAP sind marktübliche aktuarische Bewertungsmethoden. Diese wurden ergänzt durch einige BAC spezifische Bewertungsansätze, die in der Regel zu konservativeren Bewertungsergebnissen führen. Die Software, die zur Policenberechnung eingesetzt wird, wurde intern entwickelt. Die Berechnungsalgorithmen die dabei zum Einsatz kommen wurden von Towers Perrin (ehemals Tillinghast), dem weltgrößten aktuarischen Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen, als marktgerecht zertifiziert.
Die Bewertungsmethode der Anteile von LTAP wurde gemeinsam mit Deloitte in Zürich entwickelt und schriftlich festgehalten. Diese ist die Basis der regelmäßigen monatlichen Bewertung der LTAP Anteile.
Bei früheren Life Trust Fonds ist die Gründung des LTAP und die Einbringung des Policenportfolios durch die Gesellschafterversammlungen mit sehr großen Mehrheiten beschlossen worden. Bei jüngeren Fonds ist der LTAP im Prospekt beschrieben worden.
Solange die Lebensversicherungs-Prämien weiterhin bedient werden, ändert sich nichts an der langfristigen Werthaltigkeit der Policen. Natürlich ist die Finanzkrise auch an diesem Marktsegment nicht spurlos vorüber gegangen: Der Preis für gehandelte Policen hat daher in den vergangenen Jahren stark nachgelassen, die Aufnahmefähigkeit des Marktes für Policen Portfolien ist derzeit beschränkt bzw. Verkäufe sind nur zu einem stark reduzierten Preisniveau möglich. Allerdings gehen wir ebenso wie viele andere Marktteilnehmer und Analysten davon aus, dass sich der Markt in den kommenden Jahren wieder deutlich erholen wird. Vor allem bei den institutionellen Käufern ist nach einer Periode der Konsolidierung wieder eine erhöhte Nachfrage bei großen Portfolios zu erwarten.
Das Geld ist in weiterhin in Form von Policen existent. Bei einer Änderung der aktuellen Bewertung wirkt sich dies ausschließlich auf die Bewertung des Eigenkapitalanteils aus. Die langfristigen Erlösströme bleiben die gleichen.
Wenn beispielsweise eine Immobilie für 100.000 Euro gekauft und dazu ein Darlehen von 50.000 Euro aufgenommen wird, so bedeutet dies, das am Anfang 50.000 Euro Eigenkapital eingesetzt werden. Wenn in diesem Beispielfall die angenommenen Mieteinnahmen pro Jahr bei 5.000 Euro liegen und auf das Darlehen ein Zins von 5% p.a. gezahlt wird, errechnet sich daraus eine Rendite für das Eigenkapital von 5% p.a. (5.000 Euro Miete - 2.500 Euro Zinsen = 2.500 Euro. Diese geteilit durch 50.000 Euro). Wenn sich der Immobilienmarkt ändert und in diesem Fall der Marktpreis auf 75.000 Euro fällt, dann ist das Eigenkapital nach Marktwerten nur noch die Hälfte wert, also 25.000 Euro. Da ein langfristiger Mieter das Haus bewohnt hat sich dadurch aber in keinster Weise der langristige Cash Flow, nämlich die jährliche Miete verändert. Vom Grundansatz her erhält es sich im Prinzip auch bei einem US-Policenportfolio nicht anders.
In diesem Jahr ist bis jetzt noch keine Fälligkeit zu verzeichnen.
Nein. Durch die großen Schwankungsbreiten bei den Policenbewertungen neigen einige Beobachter dazu einen überteuerten Policeneinkauf zu unterstellen. Dies ist aber nicht korrekt. Es ist zu beachten, dass ein angemessener Kaufpreis zum einen immer in Relation zum jeweils vorherrschenden Marktumfeld zu sehen ist. Zum anderen führen Änderungen in dem Diskontierungsfaktor der zur Berechnung des jeweiligen Preises angesetzt wird zu hohen Schwankungen im aktuellen Barwert, da Zahlungsströme der nächsten 40 Jahre in die Berechnung einfliessen und weil die wesentlichen positiven Liquidititätszuflüsse erst in einigen Jahren erwartet werden.
Das wesentliche Ziel war der Aufbau eines breit diversifizierten Portfolios. Gleichzeitig ging es darum, Schwankungen im Liquiditätsbedarf auszugleichen und damit die Kapitaleffizienz zu erhöhen. Mit den Mitteln aus dem Kredit wurden Kaufpreise finanziert, laufende Prämien gezahlt und die operativen Kosten des Fonds sowie der Kreditlinie selbst bedient. Bei der Kreditlinie ging es nicht primär darum, einen Hebeleffekt zur Zinsoptimierung zu erreichen.
Die einzelnen Fonds der Life Trust-Produktfamilie, auch Ihr Life Trust-Fonds, nehmen über ihre Beteiligung am „Life Trust Asset Pool“ (LTAP) an Investitionen in US-Policen teil. Der Beteiligung am LTAP wurde durch die Anleger ihres Fonds im Rahmen eines Gesellschafterbeschlusses mit der notwendigen Dreiviertel-Mehrheit zugestimmt bzw. wurde diese teilweise auch direkt im Prospekt beschrieben. LTAP investiert in US-Lebensversicherungspolicen und verwaltet diese. Das Portfolio des LTAP konnte durch die Aufnahme von Fremdkapital (Kredit) erweitert und ausgebaut werden, um einerseits eine größere Risikostreuung zu erreichen und von den günstigen Einkaufspreisen zu profitieren.

